074 Lerne von den Besten – erweitere dein EMDR Coaching

Lerne von den Besten – erweitere dein (EMDR-) Coaching.

EMDR ist keine „Stand Alone“ Coaching Methode, sondern lässt sich wunderbar erweitern, kombinieren und bereichern mit anderen Methoden.

Meine persönlichen Erfahrungen und Einblicke dazu teile ich mit dir in den nächsten Folgen. Dafür habe ich die neue Serie gestartet: Lerne von den Besten und erweitere dein EMDR Coaching.

Heute erwartet dich die Einführung in das Thema mit:

  • meinem AHA-Erlebnis mit Katie Byron vor 7 Jahren
  • der Frage, warum du einer Coaching-Methode selten „nackt“ begegnest.

Und es geht um’s Schätze heben für dein (EMDR) Coaching. Deine individuellen Schätze!

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Shownotes zu Folge 074

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Infos zu Katie Byron und ihre Methode auf deutsch.

Von der erwähnten Tipping-Methode profitiere ich heute noch,auch in Kombination mit EMDR.

Möhtest du mehr wissen über die 8 Schritte des EMDR im (Online-) Coaching? Hol dir ein Update im kostenfreien Webinar-Workshop zu EMDR Coaching ein.

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Skript: Lerne von den Besten und erweitere dein EMDR Coaching

1. Ein AHA-Erlebnis mit Katie Byron vor 7 Jahren…

Es war heiß draußen und wir saßen in der so gut wie ausgebuchten Stadthalle in Köln-Mühlheim auf unseren Stühlen. Wir, das waren einige interessierte Kolleginnen und ich. Ich freute mich auf einen Abend mit Katie Byron persönlich. Seit Jahren habe ich ihre Bücher gelesen und mit ihre 4 Fragen phasenweise täglich genutzt. Das hat mir viele Erkenntnisse, Einsichten und immer wieder Veränderung meiner Sichtweise auf Themen gebracht. Auch im Coaching passte es manchmal so gut zum Thema einer Klientin, dass ich die 4 Fragen von Katie Byron bereits gelegentlich im Coaching integrierte.

Da saß ich nun also gebannt auf dem mäßig bequemen Stuhl. Katie Byron schien vorauszusetzen, dass die meisten mit ihrer Arbeit bereits vertraut waren. Sie ging nach einer Mini-Einführung direkt in die Praxis. Etwas, das ich sehr schätze. Denn Selbsterfahrung bringt mir mehr als 1000 Worte. Sie arbeitete sowohl mit uns als Gruppe, indem sie uns alle durch ihre 4 Fragen führte. Jeden innerlich mit seinem Thema.

Außerdem gab sie Demo-Sessions mit ausgewählten Personen aus dem Publikum. Was mir dabei nach einigem Beobachten auffiel, ließ mir innerlich die Kinnlade herunter klappen:

Sie arbeitete nicht nur mit den 4 Fragen. Sie hatte eine Menge anderer Elemente in ihrem Koffer, die sie intuitiv im Prozess auspackte. Ja, die Wirksamkeit ihrer Work hing nicht nur von ihren 4 Fragen ab. Sondern von der Art und Weise, wie sie es tat. Begonnen mit der Art der Sprache, ihrer Haltung und Zugewandt-Sein. Davon, wie sie mit verschiedenen Elementen zusätzlich spielte. Mit welchen Aspekten sie die Fragen, die „Work“ wie sie es nennt, „würzte“ oder ergänzte.

Erst vor kurzem erinnerte ich mich wieder an dieses Erlebnis. Eine Teilnehmerin fragte mich im Rahmen der Online EMDR Coach Ausbildung nach einer Demo-Session sinngemäß: „Du machst doch viel mehr, als das, was in unserem Ablaufplan steht? Du gibst an manchen Stellen Impulse rein, ohne die es nicht so gelaufen wäre. Boa, bis ich das gelernt habe?!“ Da war wieder der Zeitpunkt in der Ausbildung TeilnehmerInnen zu ermutigen.

Zuvor noch eine kurze Frage an dich. Kleine Pause und Anregung 😉

Ist dir bei der Demonstration einer Methode (im Video, Seminar o.ä.) aufgefallen, dass AnwenderIn mehr nutzt als die reine Methode, die er/sie gerade demonstriert?

Was hast du dir damals dabei gedacht und wie denkst du jetzt darüber?

2. Erkenne deine Schätze!

So ermutige ich dann in der Ausbildung und jetzt auch dich hier:

Du hast vielleicht schon mehr als eine Coaching Methode gelernt. Hast ihre Elemente gründlich in ihrer Wirksamkeit kennen gelernt, die Reihenfolge und Details ihres Einsatzes mit den Auswirkungen. Kurzum: du hast mit der neuen Methode gelernt, wann du was und wie damit tun kannst. Genauso auch: wann, wie oder was du damit auch auf keinen Fall tun darfst.

Nun hast du vielleicht schon eine Reihe von Fortbildungen gemacht oder dich mit der ein oder anderen Methode viel selbst damit beschäftigt.

All das sind deine Schätze. Sie werden dich unterstützen beim Coaching, bei der Begleitung anderer Menschen!

Du wirst alles, was du bisher gelernt und erfahren hast, auf kurz oder lang integrieren in das, was du mit EMDR lernst. Mit wachsender Erfahrung wirst du das intuitiv tun und spüren, wann du welchen Impuls mit hinein gibst.

Bei mir kommen zum EMDR die Einflüsse aus Ausbildungen und Fortbildungen wie:

  • zahlreiche Elemente der Tipping-Methode: Vergebungsprozesse, Schatten-Arbeit, Projektion, Atem-Arbeit, Ritual-Arbeit, Inner-Voice Dialog u.v.m.
  • Arbeit mit inneren Anteilen, Innere-Kind-Arbeit
  • Lösungsfokussierte Kurzzeittherapie
  • Gewaltfreie Kommunikation, empathische Gesprächsführung
  • The Work
  • Provokativer Ansatz, Humor und Lachen (Lachyoga)
  • HeartMath-Techniken zur Stärkung der Resilienz
  • Einbeziehen von systemischen Aspekten
  • NLP-Kenntnisse durch Psych-K und Beschäftigung mit Bandler und Grinder
  • Kinesiologische Kenntnisse durch Psych-K und Beschäftigung mit Fred Gallo

Aber auch

  • Achtsamkeit (über 40 Jahre Meditationserfahrung)
  • Ressourcenorientierung von Kindheit an besonders durch meine Mutter
  • Zugang zu der Verbindung von Körper, Geist und Seele durch Aikido, Yoga und der Beschäftigung mit Peter Levine (Somatic Experiencing) und Maja Storch (Züricher Ressourcenmodell und Embodiment)
  • Eigene intensive Erlebnisse in Verbindung mit der Natur u.v.m.
  • Einführung in die Welt von Symbolen und ihre Bedeutung durch meine Familie (Künstler)
  • Zugang zu Kreativität: Malen, Schreiben, Musik durch meine Familie und Hobbies
  • Zugang zu anderen religiösen und spirituellen Ansätzen wie Buddhismus, Taoismus u.ä. durch jahrzehntelange Beschäftigung in Theorie und Praxis
  • Meine Erfahrung als Krankenschwester in der Neurologie, Gynakologie, Psychiatrie etc.
  • Die vielen eigenen Erfahrungen im Leben wie z. B. die einer sich über die gesunden Grenzen hinaus verausgabenden dreifachen Mutter in herausforderndem Familienkontext bei gleichzeitiger Berufstätigkeit…

Sicherlich fällt mir im Laufe der Zeit noch viel mehr ein und ich könnte noch mehr Einflüsse nennen. Das ist der reiche Erfahrungsschatz aus dem ich schöpfe. Auch bei der Anwendung von EMDR.

Nun meine Zwischenfragen zum Schätze Heben an dich:

Was sind deine Schätze, besonders im Hinblick auf die Begleitung deiner Klienten?

Welche Elemente nutzt du gerne – bewusst oder unbewusst?

Schau dabei zunächst auf deine Aus- und Fortbildungen, die du schon gemacht hast.

Was ist das bereits für ein wundervoller Strauß?

Und dann wirf auch einen Blick auf deine Lebenserfahrung.

Welche Themen in deinem Leben haben dich besonders herausgefordert?

Woran bist du gewachsen?

3. Gibt es DIE „nackte“ Methode?

Zu Beginn meiner Laufbahn als Coach und Heilpraktiker (Psychotherapie) machte ich meine ersten Ausbildungen und lernte die ersten Methoden.

Wenn jemand kam und sagte, er wolle mit Vergebung arbeiten. Klar, dann arbeiteten wir mit Vergebung. Wollte jemand Psych-K haben, bekam er/sie es. Manchmal merkte ich im Vorgespräch, dass wir vielleicht etwas anderes bräuchten. Hm. Was mache ich jetzt und wie gehe ich vor? Wenn klar war, Kommunikation ist das Thema, konnten wir natürlich mit den Schritten der wertschätzenden Kommunikation einen Prozess machen oder üben. Aber eine grundsätzliche Klammer für alles fehlte mir. So eine Art grundsätzliches Vorgehen, von dem aus ich in die verschiedenen Richtungen gehen, wieder zurückkommen und wieder anders weiter gehen kann.

Bis ich die Power von EMDR entdeckte. In dieser Folge habe ich bereits erzählt, wie ich zum EMDR kam. Sehr schnell entdeckte ich, dass EMDR weit mehr kann als bei Verarbeitung von Traumata hilfreich zu sein.

Ich entdeckte auch, dass die ganze damit verbundene Struktur, das strukturelle Vorgehen beim EMDR Coaching ein unglaubliches Potenzial hat. Wie so eine Art Klammer oder System, das strukturiert über mehrere Sitzungen hinweg einen Bogen spannt, bis ein Thema aufgelöst ist.

Bald entdeckte ich, dass ich die Klammer oder das System ausweiten kann. Nicht nur, wenn wir mit EMDR arbeiten. Das Erst-Gespräch gestalte ich dank EMDR sehr effizient und bekomme in kurzer Zeit einen super Überblick zu einem neuen Klienten. Auf dieser Basis können wir sehr schnell herausfinden, ob EMDR sinnvoll wäre oder eine Alternative. Wenn wir mit EMDR arbeiten (was wir meistens tun, weil so vielseitig), lasse ich je nach Bedarf aus meinen Schätzen Elemente mit einfließen. Ja und ganz raushalten kann ich sie eben auch nicht. Zum Beispiel bei einer Demo-Session im Rahmen der Ausbildung. Das muss ich dann leider meinen TeilnehmerInnen zumuten. Zum Glück befinde ich mich damit in guter Gesellschaft. Byron Katie tat es bei jeder Work-Session, die ich gesehen habe – ob Live in Köln oder auf Youtube.

Also ganz nackt wirst du keine Methode für sich stehen sehen in einer Demo. Wenn du genau beobachtest. Immer sind noch andere Elemente dabei. Begonnen bei der Art der Kommunikation bis hin zu Elementen aus anderen Methoden, wie ich im Beispiel von Katie Byron geschildert habe. Rollenspielerische Elemente, Elemente aus der gewaltfreien Kommunikation, provokative Elemente u.v.m.

Vielleicht fragst du dich ja bereits innerlich schon:

Welche Elemente bette ich in welches strukturelle Gesamtkonzept?

Wie könnte mein individuelles, einzigartiges Coaching für meine Wunschklienten aussehen?

Inspirationen mit Wirkkraft

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In der nächsten Folge tauchen wir mehr in „The Work“ von Katie Byron ein und was du davon für (EMDR) Coaching nutzen kannst. Bleib dran.

 

Mach es dir leichter Anderen zu helfen – auch Online!

Herzlich

Kathrin (Stamm)

 

About the Author

Mach es DIR leichter anderen zu helfen! Mit diesem Motto hat Kathrin Stamm viele hilfreiche Tipps und Tricks auf Lager, wie du als Coach und Berater mehr Leichtigkeit in dein Leben und das deiner Klienten bringst. Hol dir die Praxistipps direkt aufs Ohr mit ihrem Podcast https://heartify.life/podcast-coachingoase

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