048 Kraftquellen wieder entdecken

Kraftquellen wieder entdecken

Herzliche Willkommen zu Folge 048 in der Coaching Oase Heartify!

Ein kleines Teaser-Video, in dem du übrigens eine weitere Kraftquelle von mir entdecken kannst 😉 Schau mal:

Was erwartet dich in der heutigen Folge Kraftquellen wieder entdecken?

Heute möchte ich mit dir teilen, was mich selbst stärkt, nährt und was mir geholfen hat mit meinem schwersten Schicksalsschlag, zweifacher Krebserkrankung, umzugehen und auch daraus wie erneuert hervorzugehen. Alle Gedanken und Erlebnisse der letzten Wochen dazu münden in einer kostenfreien Aktion für dich als erfahrene HeilpraktikerIn, Coach oder Berater. Vom 6. – 8. August veranstalte ich die Heartify Kraftquellenwoche.

Du erfährst in dieser Folge etwas über

  • die 20 wichtigsten Kraftquellen für dich und deine Klienten.
  • 5 starke Kraftquellen, die mich aktuell stärken und motivieren.
  • ein besonderes Gedicht zum Thema Kraftquelle und Umgang mit Kräften.

Hier geht’s zum Podcast-Audio Kraftquellen wieder entdecken:

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Shownotes zu Folge 048

Mehr Info und Anmeldemöglichkeit zur kostenfreien Kraftquellenwoche: https://heartify.life/kraftquellen-fuer-deine-klienten-lp/

Das Heartify Arbeitsblatt kannst du wunderbar nutzen, um in Kontakt mit deinen Kraftquellen, vor allem mit der großen Kraftquelle – dein Herz – zu sein.

Skript: Kraftquellen wieder entdecken

Ich sitze in meinem wunderschönen Büro und Coaching-Raum bei angenehmen 24 Grad. Im Rücken liegt meine Katze. Neben mir ein lecker Tässchen Frauenmanteltee. Die Kräuter habe ich im Jura vor zwei Wochen selbst gesammelt und getrocknet. Sehr fein. Puh, heute sollen es sogar 35 Grad werden draußen. Daher habe ich schon alle Luken dichtgemacht. Ich bin dankbar, dass wir in einem sehr alten Haus wohnen, das herrlich klimaausgleichende Eigenschaften hat. Heute Abend habe ich mich mit meinem lieben Mann zum Rheinschwimmen in Basel verabredet. Wenn es dann 35 Grad wird, stürzen wir uns sicher mit vielen Gleichgesinnten in die erfrischenden Rheinfluten und lassen uns soweit es erlaubt ist, rheinabwärts treiben. Das ist jedes Jahr etwas Besonderes hier in Basel. Das Rheinufer verwandelt sich in eine Strandpromenade und Jung und Alt schwimmen und haben dabei ihre Klamotten im sogenannten Wickelfisch. Sehr praktische Sache. Dann flanieren, etwas trinken in einer Buvette und fröhliche Gespräche. Darauf freue ich mich jetzt schon.

Jetzt hast du schon einen kleinen Einblick gehabt in erste Kraftquellen von mir. Was sonst noch alles zu meinen Kraftquellen gehört und was ich mit und von meinen Klienten gelernt habe, teile ich gerne. Es wird also etwas persönlicher als sonst.

Wie meine Mutter (gern reinhören: (Kriegskinder – Interview mit meiner Mutter Folge 047) habe ich erstaunlich viele starke Kraftquellen. In den letzten Jahren wurde mir das mehr und mehr bewusst. Ich hatte sie von Anfang an. Als Kind habe ich darüber nicht nachgedacht, sondern sie einfach genutzt: ich habe gemalt, gelesen, gerne geschrieben, war gerne in der Natur, habe gesungen, Flöte gespielt, mich gerne mit meinen Großeltern unterhalten oder saß einfach still dabei, wenn sie malten, nähten oder im Garten arbeiteten. Bei meiner Mutter saß ich gerne im Büro, wenn sie zeichnete als selbstständige Grafikerin. Oder wenn mein Vater am Wohnzimmertisch saß und Skizzen machte für seine Bilder. Eine friedliche Ruhe und Konzentration, schöpferische Kraft und den sogenannten Fluss oder Flow konnte ich spüren. Das war einfach nährend. Ihre Begeisterung für Musik, Kunst, Literatur, Theater haben meine Eltern mit uns geteilt. Sie schleppten uns einfach schon als kleine Kinder überall mit hin. Und wir Kinder fanden es meistens großartig und außergewöhnlich. Außerdem haben sie – einfach zur Entspannung und Freude – Klavier oder Geige gespielt. Mit meiner Schwester verbrachte ich viele Stunden in der Natur, wenn mein Vater angeln war und meine Mutter auf dem Liegestuhl lag und las. Wir erforschten einfach die Wiesen, Felder, Bächlein, den Wald drum herum. Oft stellten wir uns Feen und Zwerge vor an Stellen, die so aussahen wie im Auenland von Herr der Ringe oder in anderen Fantasy-Geschichten. Wir bedauerten, die kleinen Naturgeister nicht sehen zu können, meinten jedoch, sie zu spüren…

Dass mein Vater MS-Schübe hatte, monatelang gelähmt war, meine Eltern phasenweise recht stritten und es auch viel Belastendes gab. Ja, daran erinnere ich mich natürlich auch. Auch diese Dinge haben fortgewirkt und mich geprägt. Glücklicherweise durfte ich belastende Erfahrungen im Rahmen meiner Ausbildungen verarbeiten. Das war auch nötig.

Worauf ich heute hinaus will: Im Rahmen meines jungen Erwachsenen-Lebens, eigener Familiengründung und vielfältiger Belastungen und Stress habe ich einerseits sehr von den Kraftquellen meiner Kindheit profitiert und den Kraftquellen, die sich in dieser Zeit boten. Ich ließ es zu, dass ein Missverhältnis entstand: Ich wurde mehr zur Kraftquelle für andere (in der Familie, im Beruf, im sozialen Ehrenamt). So dass ich mich selbst nicht genügend genährt und versorgt habe mit meinen Kraftquellen. Dafür war einfach zu wenig Zeit.

So kam es dann, dass ich mit Anfang 40 die erste Krebsdiagnose bekam und wenige Jahre später die zweite. Dann allerdings wurde ich wach. Richtig wach. Mir wurde schlagartig klar, dass das Leben auch in Kürze enden könnte. Das veränderte sofort die Sicht auf mein Leben. Plötzlich erschien mir das Leben unglaublich lebenswert. Ich begann wieder, den kleinen Dingen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Die Schönheit der Natur sehr intensiv zu erleben. Und mich an Vieles aus meiner Kindheit zu erinnern, das in den Hintergrund geraten war.

Das eine war, dass ich im Rahmen meiner Coach-Ausbildungen alles, was mich belastete und bedrückte – bewusst oder unbewusst, verarbeiten konnte. Was für ein Geschenk und wie transformierend war das! Die wirksamsten Dinge gebe ich heute mit Begeisterung weiter in meinen Ausbildungen. Das EMDR, Lachyoga, lösungsfokussiertes Vorgehen, wertschätzende Kommunikation und meine vier Heartify-Schritte.

Eine Sache hat sich erst im Lauf der Zeit als besonders wirksam und wichtig herausgestellt: die Kraftquellen wieder zu entdecken, zu beleben und zu erweitern.

Was würde ich heute anders machen?

Wenn ich heute nochmal neu anfangen würde mit der ganzen Selbsterfahrung im Rahmen der Ausbildung: das würde ich an erste Stelle setzen. Das tat jedoch damals keiner. Die Ausbilder und Kollegen waren alle auf die Probleme fixiert und sie „aufzulösen“ mit der einen oder anderen Methode. An sogenannte Probleme, Belastendes, große Herausforderungen und Schicksalsschläge heranzugehen ohne Vorbereitung, ohne Ressourcenarbeit, ohne ausreichenden Kraftquellenzugang ist genau genommen kaum zumutbar. Dem liegt – natürlich unbewusst – das mechanistische Denken zu Grunde. Ist etwas gestört oder kaputt? Guck, welches Teil kaputt ist, was die Ursache ist und repariere sie. Dann läuft’s wieder. Hallo, wir sind keine Autos! Unsere Seele und unser Körper hat völlig andere Möglichkeiten. Er hat Selbstheilungskräfte, kann sich selbst re-generieren. Allerdings nur, wenn er alles hat, was er dazu braucht. Und da sind wir jetzt bei den Kraftquellen.

Nächste Woche gehe ich mehr auf die Erfahrungen ein, die ich in der Arbeit als Heilpraktikerin (Psychotherapie), Coach und Ausbilderin machte bezüglich frühzeitiges, aktives Kraftquellen einbeziehen.

20 wichtige Kraftquellen wieder entdecken

Ich gebe dir hier einen kleinen Überblick, was aus meiner Sicht wichtige Kraftquellen sind. Wenn ich jetzt du sage, spreche ich zum einen dich direkt an. Und gleichzeitig gilt das für deine Klienten. Sie benötigen das gleiche. Wir benötigen alle Basis-Kraftquellen und einige als @on, als „Luxus obendrauf“, um zufriedene Menschen zu sein, die sinnstiftend für andere da sein können.

Die 20 wichtigsten Kraftquellen aus meiner Sicht – die Liste ist sicher noch ausbaufähig. Schreib mir gerne, was dir noch dazu einfällt im Kommentarfeld unten.

  • Eine schützende Umgebung, an der du dich wohl fühlst, zur Ruhe kommen und Kraft tanken kannst.
  • Äußerer Raum, dich zu entwickeln und zu entfalten
  • Gesundes Klima (auch in energetischer Hinsicht)
  • Natürliches Licht: Tageslicht, Sonnenlicht
  • Gesunde, sauerstoffreiche Luft
  • Gesunde, schadstofffreie Nahrung
  • Ausreichend Schlaf
  • Möglichkeit, sich zu reichlich bewegen
  • Berührung und Kontakt (mit Tier und/oder Mensch)
  • Kontakt (für manche heißt das auch Austausch) mit der Natur
  • Kontakt mit Tieren
  • Austausch und Kontakt Menschen
  • Hilfreiche Gemeinschaft
  • Möglichkeit, Verantwortung übernehmen zu dürfen
  • Möglichkeit, sich schöpferisch auszudrücken
  • Möglichkeit, träumen zu dürfen
  • Möglichkeit zu spielen
  • Möglichkeit zu lernen und zu innerlich wachsen
  • Möglichkeit, Sinnstiftendes zu gestalten oder daran mitzuwirken
  • Möglichkeit spirituelle oder transzendente Erfahrungen zu machen

Die Liste ist sicher nicht vollständig.

In unserer Heartify Kraftquellen – Woche, die ich vorhin schon angesprochen habe, gehen wir dazu gemeinsam in die Tiefe und tauschen uns auf Augenhöhe dazu aus. Darauf freue ich mich schon sehr!

5 aktuelle Kraftquellen von mir

Ich will noch gerne mit dir teilen, welche Kraftquellen ich mehr und mehr in den letzten Jahren für mich wiederentdeckt habe:

  1. Bewegung, den Körper bewusst erleben, nutzen und pflegen bis in die Faszien hinein. Erst war es Yoga, dann Biodanza und schließlich bin ich wieder beim Aikido gelandet. Das habe ich vor über dreißig Jahren für einige Jahre bei Meister Asai geübt und dann aufgehört. Vor 5 Jahren habe ich wieder damit angefangen und festgestellt, wie wohltuend diese Art, den Körper zu schulen und sich zu bewegen, ist. Nach einem guten intensiven Training pulsiert mein ganzer Körper wohlig. Das Dehnen, Bewegen, Rollen, Fallen, Werfen macht mir einfach Freude. Vor allem der Kontakt zu den Anderen. Alleine auf einer Matte, da fehlt mir etwas. Mittlerweile bereite ich den 1. Kyu vor, das ist die letzte Prüfung vor dem schwarzen Gürtel. Und ich habe mir fest vorgenommen, mit 60 den schwarzen Gürtel erreicht zu haben. Diese Vision, eine körperlich flexible und bewegliche ältere Dame zu werden ist auch eine Kraftquelle, nicht nur die Bewegung!
  2. Ich habe zu Beginn erzählt, dass ich den Tee trinke aus selbst gesammelten und getrockneten Kräutern. Hier in der Schweiz finde ich noch mehr Blumen und Kräuter als im Rheinland. Als ich neulich mit meinem Mann und meiner großen Tochter auf Kräuterwanderung war und wir stundenlang in wundervollen Blumen- und Kräuterwiesen liefen, guckten und sammelten, während Schmetterlinge, Bienen, Grillen, Vogelgezwitscher und die Sonne uns umgaben, der unglaubliche Duft der Wiesen… fühlte ich mich in die Kindheit zurück versetzt und war wieder ein wenig in der zeitlosen Zeit. Die eine Kraftquelle ist also das mit den Pflanzen und Kräutern in der Natur sein.
  3. Und die andere Kraftquelle ist das Kräuterwissen für mich und meine Familie nutzen. Nicht im Beruf. Sondern im Sinne von lernen und wachsen. Ich befasse mich nur für mich seit 35 Jahren mit Pflanzen-wissen. Homöopathie, Bach-Blüten, Aroma-Therapie. Damit habe ich mich immer wieder beschäftigt und es aktiv für die Familie genutzt als die Kinder klein waren. Das war sehr praktisch, ersparte eine Menge Antibiotika. Dabei interessierten mich auch die Pflanzen. Sie in der Natur wieder zu entdecken ist einfach eine Freude. Das ist wie hilfreiche Bekannte zu treffen. Dort meine Kenntnis und mein Wissen zu erweitern und die hilfreichen Bekannten bei Bedarf „in Anspruch zu nehmen“ – einfach nur für mich und meine Familie, gehört ebenfalls zu meinen Kraftquellen.
  4. Ich meditiere seit 35 Jahren. Von ZaZen über die geistigen Nebenübungen von Steiner bis hin zu Meditationen über inspirierende Texte oder Themen. Dabei habe ich festgestellt, dass mir Meditation in Bewegung am meisten liegt. Wozu das Aikido gehört. Die Lachmeditiation aus dem Lachyoga. Und einige andere Formen, die ich dann in der Kraftquellenwoche gerne mit dir teile.

Du merkst vielleicht schon, ich könnte immer weiter schwärmen, wie viele wunderbare Kraftquellen ich in meinem Leben habe. Und ich bin mir sicher, du hast sie auch! Denn zu mir kommen mittlerweile i.d.R. die Menschen, die bereits eine gute sogenannte „Worklife-Balance“ haben. Die erkannt haben, wie wichtig es ist, ihre eigenen Kraftquellen anzuzapfen und sich dafür Zeit zu nehmen. Das auch für deine Klienten vielleicht etwas mehr in den Fokus zu nehmen – womit und wie. Damit befassen wir uns in unserer Kraftquellen-Woche. Vor allem der Austausch auf Augenhöhe liegt mir am Herzen. Das voneinander lernen und miteinander wachsen in einer inspirierenden Woche. Dazu lade ich dich ganz herzlich ein. For free.

Zum Abschluss bekommst du als Fazit ein Gedicht von Conrad Ferdinand Meyer, einem Schweizer  Dichter des 19. Jahrhunderts. Und da fällt dir vielleicht auf, dass ich noch eine 5. Kraftquelle habe: Lyrik. Genieße die erfrischende Vorstellung gerade bei der derzeitigen großen Hitze. Auch die Vorstellungskraft ist eine Kraftquelle.

Anmerkung: Ein römischer Brunnen hat mehrere Schalen-Ebenen. Das Wasser fließt von oben von Schale zu Schale nach unten.

Du kannst über diese Vorstellung, wenn du magst, ein wenig meditieren oder es einfach mit in deinen Alltag nehmen.

Der römische Brunnen.

Aufsteigt der Strahl und fallend gießt
er voll der Marmorschale Rund,
die, sich verschleiernd, überfließt
in einer zweiten Schale Grund;
die zweite gibt, sie wird zu reich,
der dritten wallend ihre Flut,
und jede nimmt und gibt zugleich
und strömt und ruht.

Conrad Ferdinand Meyer

Damit wünsche ich dir eine kraftvolle Woche!

Denk dran, dich gleich zur Kraftquellen-Woche anzumelden! Bis nächste Woche, wenn ich mehr über Kraftquellen-Arbeit mit Klienten spreche.

 

About the Author

Mach es DIR leichter anderen zu helfen! Mit diesem Motto hat Kathrin Stamm viele hilfreiche Tipps und Tricks auf Lager, wie du als Coach und Berater mehr Leichtigkeit in dein Leben und das deiner Klienten bringst. Hol dir die Praxistipps direkt aufs Ohr mit ihrem Podcast https://heartify.life/podcast-coachingoase

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